Ein Wanderer nimmt seinen Stab
	Und setzt aus, Ort nach Ort
	Das himmlische Land zu erreichen,
	Das der Herr seinen Erben gab.

	Er wandert freudig gegen das Ziel,
	Die Schultern drückt das Kreuz,
	Das ihm als Glaubenslast auferlegt
	Und Sein Wort den Weg vorgibt.

	Die schwere Last zwingt ihn zum Ruhen,
	Er kann nicht mehr, er nimmt sie ab,
	Mit einer Säge kürzt er den Mittelstamm
	Und kann mit festen Schritten ziehen.

	Die Pilgerfahrt ist nun leicht und gut,
	Er steht am Grenzfluss der Sühne
	Und ein Bruder wirft sein langes Kreuz
	Als trockene Brücke über die Flut.

	Seins ist jedoch um Einiges zu kurz
	Und er ruft den Bruder um Hilfe an,
	Der: 'Welchen Teil hast du abgesägt?'
	Er: 'Den der sozialen Verantwortung.'
 
 
       
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		   Anonym 2010 (bearb.)